Warum Kirschen nach der Ernte keinen Aufschub dulden?
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Schnittzeitpunkt und die richtigen Äste find
Ein häufiger Fehler ist der gleichzeitige Schnitt an zu vielen Stellen. Wer in einem Jahr zehn Fruchtäste stark einkürzt, provoziert den Baum zu einer Wachstumsreaktion, die im nächsten Jahr kaum Blüten bringt. Besser ist ein gestaffelter Schnitt über zwei bis drei Jahre: In jedem Jahr werden nur die ältesten, dünnsten und am stärksten verzweigten Fruchtäste gekürzt, der Rest bleibt unberührt. So bleibt der Ertrag stabil, weil immer ein Teil des Holzes ungestört weiter trägt.
Der optimale Zeitpunkt liegt zwischen Ende Juni und Mitte Juli, je nach Sorte und Region. Ein klarer Indikator: Die Früchte sind abgeerntet, aber das Laub ist noch vollständig grün und aktiv. Ein typischer Fehler ist der Schnitt bei praller Mittagshitze. Besser sind kühle Vormittage oder bedeckte Tage. Das reduziert die Verdunstung und lässt den Baum die Schnittstellen schneller überwallen. Wer bei Temperaturen über dreißig Grad schneidet, provoziert Gummifluss und Pilzinfektionen.
Ein weiterer Fehler: Viele schneiden den Efeu bis auf den Boden zurück, obwohl der Stamm noch grün sein soll. Das führt dazu, dass der Efeu wieder aus dem Wurzelbereich austreibt – aber dann buschig und nicht mehr am Stamm. Wer das nicht will, muss die Wurzeln im Boden belassen und nur die oberirdischen Triebe entfernen. Nach dem Schnitt sollte man den Wurzelbereich mit einer dünnen Schicht Kompost abdecken, damit die Pflanze nicht austrocknet. Gießen ist in den ersten Wochen nach dem Schnitt wichtig, If you beloved this posting and you would like to obtain much more facts with regards to Http://Zipperquick.com/Profile/evemarquard kindly check out our site. aber Staunässe vermeiden.
Wann der Austrieb schneidereif ist – und wann nic
Ein weiterer Aspekt: Der Schnitt nach der Ernte ersetzt nicht den Winterschnitt. Beide haben unterschiedliche Ziele. Der Sommerschnitt bremst das Wachstum und fördert die Blütenknospen. Der Winterschnitt regt dagegen das Triebwachstum an und korrigiert die Kronenform. Wer im Sommer zu radikal schneidet, nimmt dem Baum die Reserven für den Winter. Entfernen Sie maximal ein Viertel der Blattmasse. Bei jungen Bäumen reicht oft das Auslichten der Krone, bei alten Bäumen kann ein Verjüngungsschnitt nötig sein – aber nur alle paar Jahre.
So wird der Ableger zum neuen Sta
Was beim Schnitt wirklich zählt Ein sauberer Schnitt ist wichtiger als die Menge des entfernten Holzes. Verwenden Sie scharfes, desinfiziertes Werkzeug – eine Astschere für dünne Triebe, eine Säge für dickere Äste. Setzen Sie Schnitte immer direkt am Stamm oder an einer nach außen zeigenden Knospe an. Stummel von mehr als zwei Zentimetern Länge faulen leicht. Bei starken Ästen arbeiten Sie in drei Schritten: erst von unten einschneiden, dann von oben durchtrennen, um ein Ausreißen der Rinde zu verhindern. Ein häufiger Fehler ist das Einkürzen der Spitze des Mitteltriebs – das fördert unerwünschte Konkurrenztriebe und verzögert die Fruchtbildung.
Die häufigste Fehlannahme: Kirschen vertragen keinen Schnitt im Sommer. Das Gegenteil ist der Fall. Der Sommer ist die beste Zeit, weil der Baum dann am aktivsten ist. Wer im Winter schneidet, riskiert Gummifluss und Infektionen durch den dann offenen Saftstrom. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt in der Blüte oder direkt danach – zu diesem Zeitpunkt ist der Baum zu empfindlich. Warten Sie, bis die Ernte vorbei ist. Dann können Sie beruhigt zur Schere greifen, ohne dem Baum zu schaden. Ein gesunder Kirschbaum dankt den richtigen Schnitt mit regelmäßigen, süßen Früchten.
Der Schnitt von Kirschbäumen direkt nach der Ernte ist kein Ritual, sondern eine physiologische Notwendigkeit. Wer bis zum Winter wartet, riskiert nicht nur das Wachstum, sondern die Gesundheit des Baumes. Der Grund liegt im Saftfluss: Kirschen bilden ihre Blütenknospen bereits im Sommer für das Folgejahr. Wer jetzt schneidet, greift in diesen Prozess ein, nachhaltige Renovierung bevor er abgeschlossen ist – und das ist gewollt. Der Baum hat nach der Ernte noch genügend Zeit, Wunden zu verschließen, bevor der Frost kommt.
Nach dem Schnitt brauchen die Wunden keine spezielle Behandlung, solange der Baum vital ist. Nur bei großen Schnittflächen über fünf Zentimeter Durchmesser kann ein Wundverschlussmittel sinnvoll sein – aber nur, wenn es sich um einen anerkannten Baumwachs handelt. Künstliche Rindenpflege oder das Bestreichen mit Teer sind überholt und schaden mehr, als sie nützen. Wichtig ist, dass der Baum nicht austrocknet. Bei langer Trockenheit nach dem Schnitt sollte gewässert werden, aber nicht übermäßig. Staunässe ist gefährlicher als kurze Trockenheit.
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