Apfelbaum auslichten: was zuerst fällt, was bleiben darf > 자유게시판

본문 바로가기

자유게시판

자유게시판 HOME


Apfelbaum auslichten: was zuerst fällt, was bleiben darf

페이지 정보

profile_image
작성자 Irving
댓글 0건 조회 2회 작성일 26-09-13 08:55

본문

Wer den Saftfluss stoppen will, setzt den Schnitt nicht in der Saftzeit an. Fällt er doch in den Frühling, hilft nur eines: eine möglichst kleine, glatte Wunde. Schneiden direkt über einem nach außen zeigenden Auge, mit leichtem Abstand von wenigen Millimetern, ohne den Zapfen stehen zu lassen. Ein zu langer Stummel stirbt ab und fault, ein zu kurzer Schnitt verletzt das Auge. Bei stark blutenden Schnitten an Ahorn, Birke oder Walnuss kann man die Fläche mit einem sauberen, scharfen Messer nachschneiden, bis die Ränder glatt sind.

Häufige Fehler: stumpfe Klingen, die das Holz quetschen; der Griff zur Amboss-Schere bei Grünholz; Schnitte mit der Säge, die eine raue Fläche hinterlassen; und das Abreißen von Trieben von Hand. Alle vier öffnen zusätzliche Leitungsbahnen und verlängern den Saftaustritt. Auch zu tiefe Schnitte ins Kambium schaden, weil dort die neuen Leitgewebe entstehen. Ein sauberer Schnitt blutet nach wenigen Tagen von selbst aus, wenn die Wunde klein und glatt ist.

Geschnitten wird zwischen Ende Juni und Ende August, wenn der zweite Austrieb abgeschlossen ist. Ein Schnitt im zeitigen Frühjahr ist möglich, aber nur bei Formhecken, die bereits dicht gewachsen sind. Ein radikaler Rückschnitt im Herbst ist ungünstig, weil die Pflanze dann nicht mehr ausreichend verholzt und Frostschäden drohen. Für den Formschnitt genügt eine scharfe Heckenschere mit gerader Klinge; stumpfe Werkzeuge quetschen die Triebe und hinterlassen braune Schnittkanten.

Beim Auslichten bleibt die Kronenmitte offen, aber nicht leer. Ein paar junge Triebe im Inneren dienen als Ersatz für altes Fruchtholz und sichern die Ernte der nächsten Jahre. Wer den Baum komplett entblößt, erntet im ersten Jahr nach dem Schnitt kaum noch etwas und zwingt den Baum zu vegetativem Wachstum. Schnittwunden über zwei Zentimeter werden mit Wundverschluss behandelt, kleinere Wunden heilen ohne Hilfe. Werkzeug wird vor jedem Baum desinfiziert, sonst wandern Pilzerkrankungen von einer Krone zur nächsten.

Nach dem Schnitt werden die Stäbe versetzt, um die nächste Etappe zu kontrollieren, und die Schnur neu gespannt. Wer die Linie nur einmal aufbaut und dann über die ganze Länge arbeitet, verliert bei unebenem Boden schnell die Höhe. Deshalb ist es sinnvoll, zwischendurch aus einigen Metern Abstand zu prüfen, ob die Kante wirklich gerade wirkt. Aus der Nähe sieht fast jede Linie gerade aus – aus der Entfernung zeigt sich der wahre Verlauf. Erst wenn die Kontrolle aus der Distanz stimmt, ist die Kante fertig.

Ein Apfelbaum braucht Licht, Luft und Platz für die Früchte. Wer ihn auslichtet, entfernt gezielt Äste, damit die Krone durchlässig wird und die verbleibenden Triebe kräftig wachsen. Der beste Zeitpunkt ist der späte Winter, ab Ende Januar bis Anfang März, solange kein starker Frost herrscht. In dieser Phase ist der Baum in der Saftruhe, die Wunden verheilen schnell und der Austrieb im Frühjahr bleibt ungestört. Ein Sommerschnitt ist möglich, aber schwächer dosiert, weil er das Wachstum bremst statt es zu fördern.

Für die Trapezform bedeutet das konkret: die obere Kante schmal halten, die untere Kante breit lassen, und dazwischen eine gleichmäßige Linie ziehen. Wichtig ist auch der Standort. Steht die Hecke an einer Mauer oder einem Zaun, kann nur die freie Seite trapezförmig geschnitten werden. Die Seite zur Mauer bleibt senkrecht, weil dort ohnehin kein Licht hinkommt. Wer auf beiden Seiten schräg schneidet, obwohl eine Seite verbaut ist, verliert nur Grünvolumen Raumteiler ohne Sichtschutz Nutzen.

Eine Hecke wächst nie von allein in einer sauberen Linie. Jeder Trieb sucht das Licht, wo es gerade am günstigsten ist, und so entstehen nach zwei, drei Jahren Wellen, Buckel und Lücken. Wer nur nach Augenmaß schneidet, verschlimmert das meist, weil das Auge aus der Nähe täuscht und die Perspektive verzerrt. Schnur und Stäbe lösen das Problem, weil sie eine feste Bezugslinie schaffen, an der sich die Schere orientieren kann.

Vor dem Schnitt wird der Baum kontrolliert. Fruchtholz erkennt man an kurzen, dünnen Trieben mit rundlichen, etwas spitz zulaufenden Knospen. Wuchsholz steht an der Spitze langer, kräftiger Triebe und trägt nur schlanke Blattknospen. Wer diese Unterscheidung nicht beherrscht, schneidet schnell die künftigen Früchte ab. Zuerst werden deshalb abgestorbene Äste, kranke Partien und enge Reibungsstellen entfernt. Danach fällt der Blick auf das Innere der Krone: Was dort steht, konkurriert mit dem Fruchtholz und muss in mehreren Etappen weichen.

Entfernen, was Schatten wirft, aber nicht alles auf einmal Ausgelichtet wird ab dem späten Winter bis zum Austrieb. In einem Durchgang entfernt man höchstens ein Drittel der zu dünn stehenden Triebe. Ein zu großer Eingriff provoziert bei Pflaume und Zwetschge oft Wassertriebe, die senkrecht nach oben schießen und im nächsten Jahr wieder Schatten werfen. Solche senkrechten Schosser schneidet man nicht bodeneben, sondern auf einen flach stehenden Seitenast ab, If you loved this short article and you would certainly such as to obtain additional facts regarding Wohnkomfort verbessern kindly see our own web site. damit der Saftstrom gebremst wird. Äste mit mehr als drei Zentimeter Durchmesser werden in zwei Schritten gesägt: erst von unten, dann von oben, um ein Einreißen der Rinde zu verhindern.

댓글목록

등록된 댓글이 없습니다.