Sommerblüher im Frühjahr schneiden: Der Unterschied zwischen zu früh und genau richtig > 자유게시판

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Sommerblüher im Frühjahr schneiden: Der Unterschied zwischen zu früh u…

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작성자 Felicitas
댓글 0건 조회 2회 작성일 26-09-13 11:24

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Die Schnittstärke – also der Durchmesser des Holzes – verrät, wie viele Augen der Stock verträgt. Ein bleistiftdicker Trieb trägt problemlos fünf bis acht Augen. Sehr dünnes Holz unter fünf Millimeter sollte man nicht als Fruchtrute nehmen, hier bleibt besser ein kürzerer Zapfen mit zwei Augen. Umgekehrt gilt: Sehr fettes Holz treibt oft vegetativ und bringt wenig Trauben. In dem Fall reduziert man die Augenzahl und lässt den Stock über den Sommer kräftiger werden.

5b019d69-cf2a-4c4e-bf86-47843d3a0435.jpegWer unsicher ist, kann einen Test machen: An einem einzelnen Trieb vorsichtig die Knospe abstreifen. Zeigt sich innen grünes Gewebe, ist der Saftfluss im Gang und der Schnittzeitpunkt gekommen. Ist alles braun und trocken, wartet man besser noch eine Woche. So lässt sich der richtige Moment ohne großes Risiko bestimmen – die Pflanze dankt es mit kräftigem Austrieb und reicher Blüte.

Sommerblüher wie Hortensien, Verbina-Glucharkina.Ru Sommerflieder oder Bartblume blühen am einjährigen Holz. Wer sie im Frühjahr schneidet, muss den Moment erwischen, in dem die Pflanze austreibt, aber noch nicht zu weit entwickelt ist. Ein zu früher Schnitt bei Spätfrost lässt die jungen Triebe erfrieren, ein zu später Schnitt kostet Blüten. Die Kunst liegt darin, den richtigen Zeitpunkt an den Knospen und am Wetter abzulesen.

Die Gerüststämme sind die Triebe, die später das Gewicht der Äpfel, Birnen oder Kirschen tragen. Sie sollten in einem flachen Winkel von etwa 45 bis 60 Grad vom Stamm abgehen. Ein steiler Winkel bedeutet Wachstum nach oben, ein zu flacher Winkel bedeutet späteres Auseinanderbrechen unter Last. Beim Aufbau werden drei bis vier solcher Triebe ausgewählt, die möglichst gleichmäßig um den Stamm verteilt sind. Triebe, die direkt gegenüber in gleicher Höhe sitzen, bilden eine Gabel und werden reduziert. Triebe, die nach innen wachsen, kommen weg.

So setzt man die Schere richtig

Der Schnittwinkel entscheidet über das Abtropf

Der Unterschied zwischen Leittrieb und Gerüststamm zeigt sich im Schnitt. Der Leittrieb wird nur dann gekürzt, wenn der Baum zu stark nach oben schießt. Ein zu langer Leittrieb nimmt den unteren Gerüststämmen das Licht. Wird er dagegen nie gekürzt, entsteht eine hohe, kahle Krone, die schwer zu ernten ist. Die Gerüststämme werden dagegen regelmäßig auf Außenknospen abgeleitet, damit sie sich verzweigen und Fruchtholz bilden. Wer beide gleich behandelt, bekommt entweder eine zu dichte Mitte oder eine Krone ohne stabiles Grundgerüst.

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt direkt nach der Blüte im Vorjahr. Wer im Herbst schneidet, nimmt der Pflanze die Blütenanlagen für das nächste Jahr. Sommerblüher setzen ihre Knospen erst im Frühjahr an. Deshalb ist der Herbstschnitt fatal. Ein weiterer Irrtum: radikaler Rückschnitt ins alte Holz. Viele Sommerblüher treiben aus dem alten Holz schlecht wieder aus. Besser ist es, nur die oberen Triebspitzen einzukürzen oder einzelne alte Triebe bodennah zu entfernen.

Beim Schnitt selbst gilt: scharfes Werkzeug, saubere Schnittflächen, keine Quetschungen. Triebe immer knapp über einer nach außen zeigenden Knospe abschneiden. Das fördert eine offene Kronenform und beugt Pilzkrankheiten vor. Wer zu tief schneidet, entfernt schlafende Augen und schwächt die Pflanze. Ein leichter Rückschnitt um ein Drittel der Trieblänge reicht meist aus. Bei stark wachsenden Arten wie Sommerflieder kann man auch bis auf zwei bis drei Augen zurückschneiden – aber nur, wenn die Pflanze kräftig und gesund ist.

Nach dem Schnitt braucht die Pflanze Unterstützung. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit, aber Vorsicht: direkt um den Stamm sollte nichts verrotten. Gedüngt wird erst, wenn der Austrieb voll im Gang ist, nicht direkt nach dem Schnitt. Zu viel Stickstoff im Frühjahr macht die Triebe weich und anfällig für Spätfrost. Besser ist ein organischer Dünger mit langsamer Freisetzung, der erst bei wärmeren Temperaturen wirkt.

Wer einen Obstbaum vor sich hat, sieht zunächst nur Holz. Entscheidend ist aber, welche Triebe bleiben und welche gestärkt werden. Zwei Begriffe tauchen dabei immer wieder auf: der Leittrieb und der Gerüststamm. Beide beschreiben eine Funktion, nicht eine bestimmte Stelle. Der Leittrieb ist der Trieb, der die Höhe vorgibt und die Krone nach oben führt. Der Gerüststamm ist die Gesamtheit der Triebe, die das tragende Grundgerüst der Krone bilden. Wer diese Rollen verwechselt, schneidet entweder die Spitze weg oder lässt konkurrierende Triebe stehen, die später die Krone zerdrücken.

Beim Kirschlorbeer kommt es auf den Winkel und die Klingenführung an. Eine Bypass-Handschere arbeitet wie eine normale Schere: zwei Klingen gleiten aneinander vorbei und schneiden das Blatt durch. Ein Messer drückt das Blatt gegen eine Unterlage, ähnlich wie ein stumpfer Keil. Das hinterlässt eine offene, ausgefranste Wunde. Wer mit der Handschere arbeitet, setzt den Schnitt knapp über einem Blattpaar oder einer Knospe an. So bleibt kein langer Stummel stehen, der später verholzt und unschön austreibt.

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